Bei
einem von Nuclear Blast veranstalteten internationalen
Bandcontest konnten sich EAR-SHOT gegen über 1500
Einsendungen aus aller Herren Länder durchsetzen
und kamen als einzige deutsche Band unter die letzten
zwölf. Schlussendlich landete man auf dem dritten
Platz. Ein beachtlicher Erfolg, der jedoch nicht damit
gekrönt wurde, dass man bei einem etablierten Label
einen Deal einfahren konnte. Selbst ist der Mann, bzw.
in diesem Fall die Band. Man hat mit `The Pain` ein formatibles
Thrashscheibchen eingetütet, das sich als gelungene
Schnittmenge aus Old-sowie New-School Elementen outet.
Satte, wuchtige Grooves bestimmen ebenso das Bild wie
kantige Thrashriffs Marke Bay Area. Auch eine Dosis PANTERA
hört man immer wieder durch. Man höre `Bring
Me Down`. Sehr gefällig Sven` Gesang der rau und
rotzig klingt, aber auch eine gewisse melodische Komponente
nicht vermissen lässt. Die elf Songs sind ziemlich
trocken und kraftvoll produziert, was den gelungenen Powergrooves
gut steht. Man kann das Album drehen und wenden wie man
will, EAR-SHOT haben einen gelungenen Einstand hingelegt
der in Sachen Neo-Thrash gut zu gefallen weiß. Wer
eine modernere Variante des Thrash Metals anstelle der
knarzigen Old-School Mucke bevorzugt, aber auch PANTERA
zu seinen Faves zählt, der ist mit `The Pain` gut
bedient. Jürgen Tschamler / Heavy 8 / 12 Punkten
Rock
Hard (August-Ausgabe):
Das nenne ich mal ein gelungenes Debüt. Schon mit
ihren beiden Demos schafften es EAR-SHOT als einzige deutsche
Band in das Finale des von Nuclear Blast veranstalteten
Bandcontest 2006 und mit dem ersten Longplayer "The
Pain" legen die Schwaben noch einen Gang zu. Professionell
und mit viel Fingerspitzengefühl für Dynamics,
lupenreines Songwriting, Sampling und starke Melodien
spielt das Sextett elf fett groovende Neo-Thrash-Nummern,
die in ihren aggressiven Momenten an Pantera, Machine
Head und Mudvayne erinnern und bei ruhigen Parts den Kompositionen
von Stone Sour ähneln, ohne Eigenständigkeit
einzubüßen. Der Gesang klingt wie eine melodische
Mischung aus Phil Anselmo, Burton C. Bell und Robert Flynn.
Anspieltipps: ´Mindpollution´ und die Ballade
´I Realize´. Conny Schiffbauer / ROCK HARD 7,5 / 10 Punkten
Metal
Hammer (Ausgust-Ausgabe):
Es
ist erstaunlich, wie viele Bands sich derzeit auf alte
musikalische Helden und Werte besinnen. Im Falle der Newcomer
Ear-Shot ist es nicht nur erstaunlich, sondern (zumindest
teilweise) auch recht erfreulich. Die Baden-Württemberger
bieten auf ihrem Erstling eine starke Mischung aus Neo
Thrash und Groove Metal der Marke Sepultura, Machine Head
und Co. Aufgepeppt wird dieser Mix durch den Einsatz oftmals
hymnischer Refrains, die ebenso gut auf ein altes Fear
Factory-Album gepasst hätten. Songs wie 'Bring Me
Down', der Opener 'Reborn' und 'My Pain' weisen vom Riffing
eine starke Pantera-Attitüde auf. Auch die Vocals
klingen sehr gewollt nach Phil Anselmo zu FAR BEYOND DRIVEN-Zeiten.
Groove-Walzen wie 'Feel' erinnern mit Sprechgesang und
einer stark perkussiven Bridge an Machine Head. Alle Songs
sind eingängig komponiert, sehr gut produziert und
dürften mit ihrem Dampfwalzen-Groove so manchem Metalhead
Nackenschmerzen bereiten. Originalität klingt allerdings
anders. Zudem wird man das Gefühl nicht los, dass
es die alten Recken schon (besser) gemacht haben. Und
so greift man nach wenigen Hördurchläufen wieder
nach dem Original im Plattenschrank. Rechnet man alle
Faktoren zusammen, ergibt sich ein sehr stimmiges, sehr
hörbares Album einer spielfreudigen und technisch
talentierten Band, die den Schritt zur Eigenständigkeit
noch vor sich hat. Jan Fleckhaus / Metal Hammer 4 / 7 Punkten
BLAST!:
Keineswegs "da rein, da raus"!
Was ein Bindestrich ausmachen kann. Nicht zu verwechseln
mit den, wahre Schmerzen bereitenden, anbiedernden Alternative
Rockern aus L.A. fast gleichen Namens, haben die deutschen
EAR-SHOT aus Gailsdorf glücklicherweise ordentlich
Eier in der Hose. Hier regiert grundguter Neo Thrash -
auch wenn so eine Genre-Eingrenzung "The Pain"
wohl nicht ganz gerecht wird. So beweist man nicht nur
im Opener 'Reborn', sondern auf ganzer Strecke ein überaus
glückliches Songwriting-Händchen für feiste
Riffing-Attacken gepaart mit unwiderstehlichen Kehrversen.
'Feel' kommt anschließend sogar mit gesprochen-gesungenem
CLAWFINGER-Zeig in der Strophe daher. Und wenn wir schon
beim Name-Dropping sind, dürfen natürlich auch
FEAR FACTORY, spätere PANTERA und MACHINE HEAD nicht
fehlen. Dazwischen zeugen kleine LINKIN PARK-Spaziergänge
davon, dass EAR-SHOT auch mit modernerem Metal-Auswüchsen
keinerlei Berührungsängste haben, sondern es
exzellent verstehen, mit der ganzen Palette zu arbeiten.
Davon zeugt (nicht) zuletzt das Albumfinale, wenn mit
'I Realize' ein würdiger klassischer Balladenabschluss
im Akustikgewand aufgefahren wird, bei dem Sänger
Sven noch einmal schön zwischen Phil Anselmo und
Ricky Warwick gefühlvoll einen rausknarzen kann.
Und als Quasi-Hidden-Track selbiges noch mal im elektronischen
Beatgewand aufzufahren, zeugt vom wahren Verständnis
der sogenannten Hybrid Theorie. Frank Chinaski/ Nuclear Blast
www.neckar-chronik.de
(Eastercross Festival 2011):
Kleiner Auszug aus der Neckar-Chronik vom Eastercross
Festival 2011: "In jeglicher Hinsicht ein anderes
Kaliber waren die schwäbischen Metaller von EAR-SHOT.
Verstärkt durch den ehemaligen Deef-Gitarristen
Arthur Deobald kamen die äußerst professionell
agierenden Neo-Thrasher wie ein gewaltiger Metal-Sturm
über Oberndorf.
www.musikinstinkt.de
(Sundown Festival, 25.05.'07):
Den Opener mussten/durften die Lokalmatadore Ear-Shot
aus Gaildorf geben. Als erste Band auf einem Festival
zu spielen ist natürlich immer eine zweischneidige
Sache und auch für einen Veranstalter ist die Wahl
des Starters nicht ohne Probleme. Mit Ear-Shot wurde dieses
Problem optimal gelöst. Die Band scheint hier im
Schwabenland eine robuste Fangemeinde zu haben, denn mir
waren schon vor dem Zelt einige Ear-Shot-T-Shirt aufgefallen.
Auf der Bühne legten die Jungs dann auch eine klasse
Festivaleröffnung hin. Moderner aggressiver Thrash-Metal
mit dem einen oder anderen Hardcore-Element, immer schön
variable, so dass man die Genre-Schublade nicht schließen
kann. Das bisher eingetroffene Publikum ging auf das spätnachmittagliche
Partyangebot der Sechs dankend ein, und nicht nur auf
der Bühne wurde die Mähne kräftig geschwungen.
Nachdem man 2006 mit einem eingesandten Demo beim Nuclear
Blast Bandcontest den 3. Platz belegt hatte, haben Ear-Shot
auf jeden Fall auch auf dem Sundown bewiesen, dass sie
nicht nur im Studio eine Zukunft haben, sondern dass sie
mit ihre Musik auch auf der Bühne die nötige
Power haben! Schön, wenn Bands das Vertrauen der
Veranstalter rechtfertigen können.
Bleibt
noch zu erwähnen, dass der Sundown-Freitag auch gleichzeitig
der Release-Tag des ersten offiziellen Ear-Shot Albums
The Pain war. (Leider war dies an mir vorbeigegangen,
schade.)
Es
ist schon etwas seltsam, Dienstagabend in Konzertlaune
vor der Rofa zu stehen und sich zu überlegen ob man
sich am Tag geirrt hat.... Toralf und ich hatten am Abend
glücklicherweise noch kurzfristig mitbekommen ,dass
die Schwedisch Haller Jungs von Ear-Shot am
Dienstagabend zum fröhlichen Ringelreihen in der
Rofa aufspielen.
Als
wir zwei die Location bertaten bot sich uns dann doch
ein eher erschreckender Anblick ca. 25 Heads vor der Bühne
im Club 2, häää was war hier los, Glatteis?
Nö, mangelnde Werbung? Naja oder lag es doch an der
arbeitenden Bevölkerung die ihre hart verdienten
Kröten schon am Wochenende verpulvert
haben? In diesem Punkt kann ich euch beruhigen, denn der
Eintritt um sich mal unter der Woche geile Bands anzuschauen
beträgt lediglich 5 Euro, soll mir keiner sagen dass
das große Löcher in den Geldbeutel reißt!!!
Doch
Gott sei dank machte das den sechs Jungs von Ear-Shot
nichts aus, die mit einer fantastischen Professionalität
die Bühne betraten und dem Zuhörer sofort voll
eine auf die Zwölf gaben! Leider habe ich irgendwie
verpasst mir eine Playlist zu ergattern so dass ich nicht
mehr genau wiedergeben kann was gezockt wurde. Dennoch
lasst euch gesagt sein, es müsste schon mit dem Teufel
zu gehen, wenn man von dieser Band die gerade Ihr erstes
fettes komplettes Album The Pain veröffentlicht
hat (na es kommt erst im April! - Anm. d. Red.) in Zukunft
nicht mehr in den Medien hören wird! Eine energiegeladene
Show wurde uns angeboten, so das ich Mühe hatte das
verrückte propelliersüchtige Energiebündel
von Basser Andi Siegl (u.a. Black Abyss) im Auge zu behalten.
Wir wurden mit einer erstklassigen, sehr professionellen
Performance belohnt, ein kraftvoll shoutender Sänger
der mich teilweise (Toralf wird jetzt lachen) in den Refrains
an Korn erinnerte... supersaubere tiefgestimmter Gitarrensound
und ein absoluter tighter Schießbudentrommler!
Bei Ear-Shot werden Fans von Ektomorf, Sepultura, In Flames
und Korn allemal auf Ihre Kosten kommen, Respect!!!
Bin mal gespannt auf den nächsten Gig der sechsköpfigen
Truppe mit mehr Publikum,... wird bestimmt klasse,...
GEHT HIN!!!
Olli
www.metal-inside.de
(Metallic Noise Festival 2006):
Und unaufhörlich schien die Sonne, was aber kein
Hindernis für den Achtungserfolg darstellte, den
die nun folgenden Neo-Thrasher von EARSHOT für sich
verbuchen konnten, schüttelten doch bereits einige
Verrückte enthusiastisch ihre Köpfe. Aber nicht
nur der mittlerweile hammerfette Sound der jungen Gaildörfler
wusste zu gefallen, sondern auch die Songs ihrer beiden
EPs, sowie ein paar neue Tracks taten ihr Übriges
um so richtig die Kuh fliegen zu lassen. Mit ihrem an
PANTERA und MACHINE HEAD zu ihren besten Zeiten erinnernden
Stil drückten sie wohl die richtigen Knöpfe
um bei diesen Temperaturen Bewegung ins Publikum zu bringen.
Aber auch durch mächtig viel eigenen Einsatz ging
hier einiges, ich sag nur: Posen wie die Großen!
Bei Feel fühlte man sich auch ein wenig
an KORN und SLIPKNOT erinnert, was aber durchweg positiv
zu verstehen ist. Ein grandioser Gig, den die Schwaben
hier ablieferten. Und wenn alle Songs der neuen Scheibe
so killen wie Reborn, dann sollten sich sämtliche
Genrekollegen aber warm anziehen und sich vor der unstoppable
force aus Gaildorf in Acht nehmen!
Reviews
zu unserer letzten EP "Earshot"
Fette
Bands(www.fettebands.de):
It´s sheer lunacy! Earshot aus dem Schwabenländle
zeigen es dem Rest der Welt!
Der gleichnamige Song "Emotions" zu Ihrer 2001
erschienenen EP geht total unter die Haut. Auf der einen
Seite rocken sich die Jungs die Seele aus dem Leib um
dann auf der anderen Seite voll auf die Gefühlsebene
der Zuhörer zu gehen. Sänger Sven erinnert streckenweise
an eine Mischung aus Rob Flynn und Max Cavalera.
Aber auch die Gitarrenarbeit wollen wir nicht ungeachtet
lassen. Elias, der auch mitsingt und Rob geben alles und
hauen eine teils eigenwillige, aber dennoch souveräne
und brilliante Gitarrenarbeit an die Wand.
Die Band harmoniert zusammen mehr als einwandfrei und
haut so manchen aus den Socken!
Alles in einem eine Band, die man sich unbedingt mal anhören
und bei Gelegenheit auch mal anschauen sollte denn, sie
sind es wert!
In diesem Sinne Jungs:
Go on and strike terror into people´s hearts!
Autorin: Tine
The
Dark Site (www.metal.de):
Wieder ein frischer, neuer Act aus dem heimischen Underground,
der stark aufhorchen lässt. EARSHOT (gegründet
1998) aus dem Schwabenländle lassen es mit modernem
New bzw. Neo Thrash Metal und einer guten Brise Hardcore
ordentlich krachen.
Nach der "Emotions" EP aus dem Jahr 2000 liegt
nun eine neue, selbstbetitelte EP vor. Die Band beweist
ein glückliches Händchen, hier wird mit einer
ordentlichen Portion Groove gerockt ohne Ende! Vor allem
der Opener "Feel" hat mit seinen tollen Hooklines
richtiges Hitpotential. Die Songs sind sehr eingängig
und straight gehalten. Die Riffs werden Genre-typisch sehr
fett und tief gezockt. Aufgelockert werden die Tracks durch
Samples und Scratches des Bandeigenen DJ´s Ill Phill
(geiler Name!). Die Vocals bewegen sich zwischen Rap-, melodischem
Gesang und Shouting. Ein um das andere Mal erinnert mich
diese CD an die saustarken GURD oder auch an CROSSCUT. Die
Songs zeichnen sich ebenfalls durch eine starke Dynamik
aus, bewegen sich zwischen leiseren, melodischen Parts bis
hin zu reinen Ausbrüchen. Der Sound der CD kann wie
die Musik als gelungen bezeichnet werden, passend ist er
ein wenig roh produziert. Zu dem Titel "Feel"
gibt es auch noch zusätzlich ein ziemlich professionell
gedrehtes Video, welches am heimischen PC für Kurzweile
sorgen dürfte. Finde ich wirklich beachtlich, für
eine Band, die eigentlich noch im Underground verwurzelt
ist. Eine gelungene CD, welche Appetit auf mehr macht.
Punkte: 7/10
Autor: Endres / 09.04.2005
Reviews
zu unserer ersten "Emotions EP"
Metal
Hammer :
Dickes Kompliment an die beiden Gitarristen Elias Uhlmann
und Robert Dörfer: So einen durchschlagenden Saiten-Sound
hört man sonst nur in kostspieligen Major-Produktionen.
Ihre Riffs sind so massiv wie aufwühlend, mithin
genau das richtige für diesen Mix aus New Metal und
Hardcore. Frontmann Bastian Wieland hat keinen leichten
Job, sich gegen diese solide Sound-Wand - zu der auch
Basser Maxim Kliewer, Trommler Moses Uhlmann sowie Turntablist
DJ Ill Phill beitragen - zu behaupten. Die Aufgabe meistert
der Stimmbändiger jedoch glänzend. Die sechs
Jungs stammen aus dem Örtchen Gaildorf bei Schwäbisch
Hall und sind bereits seit 1998 aktiv. Auch im Songwriting-Bereich
kann man mit den Schwaben zufrieden sein: Ihre Titel sind
klar strukturiert, verfügen über Schärfe
und sind auch noch nicht zu
abgedroschen - ein häufiges Problem bei ähnlichen
Bands dieses Genres. Erfreut kann der Kritiker feststellen:
Earshot treffen ins Schwarze.
Autor:
Henning Richter
Earshot
E-Zine, Österreich (www.earshot.at):
Es ist nichts neues, dass oft die unterschiedlichsten
Menschen beinahe zeitgleich an den unterschiedlichsten
Orten mit identischen Ideen oder Erfindungen überraschen
- wenn die Zeit für etwas reif ist, scheint sich
diese bestimmte Idee in einigen kreativen Köpfen
festzusetzen und darauf zu warten, dass sie ausgebrütet
wird - und einer dieser kreativen Köpfe ist nun eben
meist der erste, was schlussendlich in den Namensgebungen
wie "Otto Motor" oder "Kaplan Turbine"
gipfelt und als DIE Errungenschaft der Menschheitsgeschichte
gefeiert wird.
Bei Namenskreationen verhält es sich ähnlich
- während Lars Ulrich seinen Bandnamen im Jahre 1981
von einem befreundeten Redakteur geklaut hat (und sich
heute wohl dafür selbst anzeigen würde?) gibt
es auch Leute, die lange und intensiv über den passenden
Namen für eine Band, einen Verein, ein Produkt oder
was auch immer nachdenken - dies war bei uns der Fall,
möglicherweise auch bei den deutschen Nu-Thrashern
EARSHOT, beim amerikanischen Jazz-Magazine Earshot, bei
der offiziellen Publikation der NCRA - Earshot - und vielen
anderen mehr. Unterschiedlichste Menschen, zu den unterschiedlichsten
Zeitpunkten an verschiedenen Orten - eine Idee (und bei
aller Bescheidenheit, sie ist verdammt gut...).
Gegründet wurde EARSHOT bereits im Jahr 1997 - allerdings
firmierte man damals noch unter dem Namen MULTIPLE INSANITY
und etwas später unter SCAPEGOAT - und konnte mittlerweile
sogar im Vorprogramm von SUCH A SURGE und DIE ALLERGIE
die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Und die Aufmerksamkeit
ist durchaus berechtigt, denn - objektiv betrachtet -
weiß das Quintett mit abwechslungsreichem Nu-Metal
mit der gehörigen Portion Groove aber auch Tiefgang
und Eingängigkeit zu überzeugen, jedoch ohne
sich zu stark an den erfolgreichen Genregrößen
zu orientieren. Vielmehr wissen die Deutschen gleich auf
ihrer ersten Veröffentlichung einen eigenen Weg zu
gehen und verschiedenste Elemente aus den Bereichen Nu,
Tribal, Thrash, Core und HipHop zu einem durchdachten
Ganzen zu vermischen, welches zwar auf der einen Seite
mit einer ähnlichen Intensität wie FEAR FACTORY
oder MESHUGGAH aufwarten kann, auf der anderen Seite aber
auch die Variablität von SOULFLY auszudrücken
weiß, und trotz stark HipHop-lastigem Gesang nie
zu stark in jenes mir eher unbeliebtes Gefilde vorzudringen
weiß. Auch die souverän miteingepackten Samples
und Scratches stechen auf keinste Art und Weise negativ
aus dem Endprodukt heraus, wissen vielmehr einen angenehmen
Gegenpol zu gewohnt tiefem Riffing der Marke Max Cavalera
zu bieten, wobei die Wechselwirkung zwischen den auf unterschiedlichen
Ebenen angelagerten Parts durch eine geschickt gesetzte
Laut-Leise-Dynamik noch zusätzlich immens erhöht
wird.
Veredelt wurden die durchdachten Kreationen schlussendlich
auch noch von Roger Grüninger (DIE ALLERGIE), welcher
der "Emotions"-E.P. einen außerordentlich
fetten, transparenten und hochexplosiven Sound verpasst
hat und somit ebenfalls einen großten Teil dazu
beigetragen hat, dass die Schwaben nicht irgendwo zwischen
Tausenden von Nu Metal-Bands in der Versenkung verschwinden,
sondern zumindest einmal zum Zuhören animieren. Bei
mir ist ihnen dies auf jeden Fall gelungen, abwechslunsgreicher
Nu Metal, nicht nervend, dafür mit einer gewaltigen
Portion Groove und Explosionsgefahr, so soll es auch sein.
5.5
von 7 Punkten
Tracklist:
1. Steck Den Kopf
2. S.L.D.
3. Tell Me
4. Greed
5. It´s All The Same
Gesamtspielzeit: 22:31